Menu Close

Höchste Konzentration

Nach zwei Siegen in Folge gehen die Luftgewehr-Schützen selbstbewusst in den Heimwettbewerb. In der Bundesliga trifft die FSG Kempten auf den Tabellennachbarn

Von Stephan Schöttl

Am kommenden Samstag (ab 16 Uhr) wird für die Schützen der Bundesliga Süd alles ein bisschen anders. Normalerweise sind sie bei ihren Wettkämpfen in der höchsten Luftgewehr-Klasse Deutschlands große Turnhallen, viele Fans auf der Tribüne und jede Menge Platz für das Equipment gewohnt. Die siebte Runde der Saison wird aber bei der FSG Kempten ausgetragen, in deren Schützenheim im Stadtteil Rothkreuz.

„Es ist eine absolute Seltenheit, dass so ein Wettkampf noch in einem Schützenhaus stattfindet. Wir sind hier an der Grenze dessen, was der Deutsche Schützenbund verlangt“, sagt Florian Hasler, Schützenmeister der FSG. Man habe Pläne und Fotos eingereicht, Widerspruch seitens des Verbands blieb aus. Technisch ist die Anlage des Vereins mit ihren elektronischen Schießständen freilich auf dem modernsten Stand. Den hohen Anforderungen an einen Austragungsort werden die Kemptener in allen Belangen gerecht. Und trotzdem wird es am Samstag enger als sonst. Platz für etwa 200 Zuschauer werde es wohl geben, glaubt der Schützenmeister. Die Kemptener haben bereits im Vorfeld viel Zuspruch bekommen, Co-Trainer Klaus Schneider hatte jede Menge E-Mails umliegender Schützenvereine zu beantworten. Wie viele Besucher letztlich kommen, könne man nicht abschätzen. Auf großen Fernsehern werden die Wettkämpfe in die Schützengaststätte übertragen. Hasler und Schneider rühren die Werbetrommel: „Bundesliga-Schießen ist etwas ganz Besonderes, aber auch extrem nervenaufreibend.“ Das sieht auch Antonia Schneider so. Die 18-jährige Kemptenerin sagt: „Da gelten andere Regeln. Fans mit Trommeln, laute Musik, aber auch die ständige Präsenz von internationalen Größen in diesem Sport machen es für mich interessant. Auch wenn man sich gerade deshalb schwertut, seine Leistungen zu bringen.“

Die sportlichen Sorgen der Kemptener sind nach den beiden Siegen vor zwei Wochen in Petersaurach bei Ansbach deutlich weniger geworden. Das Team startet entsprechend selbstbewusst in das Duell mit dem Tabellennachbarn SV Niederlauterbach aus dem Landkreis Pfaffenhofen/Ilm.

Artikel der Allgäuer Zeitung vom 15.11.18